Einige Ratschläge

„Das Singen von Mantras sollte stets mit dem Praktizieren der vorgeschriebenen Handlung übereinstimmen. Durch solch eine Vorgehensweise kann das Göttliche realisiert werden.“

– Bhagavān Sri Sathya Sai Baba, Vortrag am 18. Oktober 1993

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Wie sollten die Veden nicht gesungen werden? 

gītī: ist jemand, der singt, als würde er ein Lied singen 
Dies ist nicht richtig. Obwohl sāmavēda musikalisch rezitiert wird, darf Vēdam nur in der vorgeschriebenen musikalischen Weise rezitiert werden und nicht, wie es einem gerade passt. Darüber hinaus ist das Rezitieren, welches vom richtigen svara abweicht, nicht nur unzulässig, sondern gefährlich, da der Laut und seine Variationen Macht haben. Es sollte nur auf die vorgeschriebene Weise rezitiert werden.

śhīghrī: ist jemand, der in schnellem Tempo singt und die Rezitation rasch beendet
Auch dies ist falsch. Die vedischen Wörter sollten intoniert werden, indem das vorgeschriebene Zeitmass für das Aussprechen jedes Wortes genau eingehalten wird, um den vollen Nutzen zu erzielen.

śhiraḥa kampī: ist jemand, der beim Singen unnötig mit dem Kopf wackelt  
Man sollte aufrecht und konzentriert sitzen und den reinen Schwingungen ermöglichen, natürlich von selbst einzudringen. Kopfnicken wie ein Musiker stört die Schwingungen.

likhitapāṭhakaḥa: ist jemand, der vom Manuskript abliest
Dies ist nicht richtig. Es sollte vom mündlichen Gesang eines Lehrers gelernt und auf die richtige Weise auswendig gelernt werden.

anarthajñaḥa: ist jemand, der den Sinn nicht versteht

Es ist wichtig, den Sinn der Wörter der Mantras zu verstehen, um die volle heilsame Wirkung zu erhalten. 

alpakaṇṭha: ist jemand, der mit leiser Stimme rezitiert

Damit die Klangschwingungen eine gute Wirkung haben, sollten die Laute gut hörbar und nicht undeutlich ausgesprochen werden.

 

Die richtige Art, die Veden zu singen

Die vedischen Buchstaben müssen sehr klar ausgesprochen werden.

Die Buchstaben sollten nicht verschwommen sein.

Die Laute sollten nicht heruntergleiten oder verblassen. Andererseits sollten sie  nicht stakkatohaft herausgebellt werden.

Sie sollten weder locker oder beiläufig, noch abgehackt geäussert werden.

Das Singen kann verglichen werden mit der Art, wie eine Tigermutter ihre Jungen trägt. Katzen und Tiger tragen ihre Jungen mit ihren Zähnen. Das Junge wird fest gehalten, damit es nicht hinunterrutscht und fällt, aber gleichzeitig von den Zähnen nicht verletzt wird oder Schmerzen erleidet. Genauso sollten die Wörter ausgesprochen werden, vorsichtig aber fest.

(Auszüge aus Sruti, die ewigen Echos – Sri Sathya Sai Sadhana Trust)

 

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