Sri Rudram

Sri Rudram

► Einige Erklärungen

 

Einige Erklärungen

 

„Vor allem der Ati Rudra Teil ist ein sehr wichtiger Abschnitt. Rudram wird im Allgemeinen als Synonym für Gott Rudra verstanden. Tatsächlich ist Rudram die Essenz aller Veden, des Ṛg Vēda, Yajur Vēda, Sāma Vēda und Atharvaa Vēda. Ein anderer wichtiger Wesenszug des Rudram liegt in der Einheit (ēkatva) seiner zwei Sektionen Namaka und Chamaka. Namaka betont den Aspekt der Loslösung (virakti), Chamaka hingegen den Aspekt des Wünschens. Aber die Essenz beider Aspekte ist eine allein. Was soll abgewiesen, was gewünscht werden? Das Schlechte muss abgelehnt und das Gute gewünscht werden. Das ist Beides wesentlich.“

Bhagavān Sri Sathya Sai Baba
Ati Rudra Mahā Yajña, August 2006

 

Swāmi begann, namakam zu erklären. Es bedeutet, ich wünsche nichts.
„Na“ bedeutet nicht, während ma wünschen bedeutet. Ich wünsche nichts, ich wünsche nichts ist die erste Hälfte;

Dagegen bedeutet chamakam in der zweiten Hälfte ich wünsche. Ich wünsche zeigt an, voller Wünsche zu sein. Was wünschen sie? Oh Gott, gib uns reine Luft; gib uns gutes Trinkwasser; segne uns mit Nahrung. Das ist chamakam – Bittgebete.
Dann fragte ich: „Swāmi, obwohl wir in namakam sagen, ich wünsche nichts, warum sollten wir dann noch in chamakam sagen, ich wünsche alles? Warum diese beiden verschiedenen Gebete? Entweder sollten wir beten, ich wünsche es, oder ich wünsche es nicht. Was sollen diese beiden Gebete bezwecken?“
Swami antwortete sofort: „Beide gibt es in den
Veden, sodass diejenigen Menschen, die Wünsche haben, chamakam rezitieren, und diejenigen, die keine Wünsche haben, namakam rezitieren können. Das ist alles. Die Veden sorgen für diese beiden Menschentypen, für beide Kategorien von Menschen.“

Auszug aus Vortrag von Prof. Anil Kumar am 22. Oktober 2002

 

„Der Verstand wird in den Veden als Rudra verehrt. Der Verstand nimmt mit der objektiven Welt Kontakt auf und erfährt sie mit Hilfe der fünf Sinne. Dieser Aspekt des Verstandes ist der Indra Aspekt. Er hat noch eine andere Fähigkeit. Er kann die Sinne beherrschen und der universellen inneren Wahrheit der Vielfalt, genannt objektive Welt, gewahr werden. Dieser Aspekt des Verstandes wird als Rudra bezeichnet. Aus diesem Grund beschreiben die Veden Indra und Rudra als den Einen mit zwei Namen.“

Bhagavān Sri Sathya Sai Baba – Sathya Sai Vahini, Kapitel 3

 

NAMAKAM – kurze Erklärung

  Rudram-namakam beginnt mit Befürchtungen. Wir verneigen uns vor Rudra, Seinen Kräften und Seinem „manyu“ („geäusserten Zorn“, gesehen als antizipierte grosse Zerstörung).

   Wir beten um Milderung von Rudra'smanyu“.

   Solch eine mächtige Kraft kann nicht durch Beten beseitigt werden, deshalb beten wir um Transformation Seines „manyu“.

   Das Gebet transformiert den „manyu“ in schützende und segnende Energien. Auf diese Weise lernen wir die Lektion von „Liebe in Aktion als Gewaltlosigkeit“. Hierfür verzichten wir auf die mentale und physische Gewalttätigkeit in uns selbst und strahlen friedvolle, liebevolle Gewaltlosigkeit aus.

   Wir erfahren, dass das Ausstrahlen der Schwingung dieses Liebes-Gewaltlosigkeits-Friedens-Mantras der einzige Weg ist, um Katastrophen abzuwenden, und wir verbreiten so die gewaltlose Emotion und Liebes-&Friedens-Schwingung über den ganzen Planeten. 

   Am Schluss übergeben wir unser ganzes Sein mit all den zehn indrīyas an Rudra, der allgegenwärtig ist. Wir werfen die letzten Spuren feindlicher Neigungen in den Rachen desselben manyu und erlangen dadurch Furchtlosigkeit vor den antizipierten zukünftigen Katastrophen.

  Die zusätzlichen tryambakam Mantras beten um gute Gesundheit und Freiheit von Krankheit.

 

CHAMAKAM – kurze Erklärung

  Vom 1. bis 10. anuvāka, bedeutet … „cha “… „auch für mich“. Wir beten um alle benötigten Dinge und viele gewünschte Dinge, spirituelles Wachstum, Wohlstand und Kräfte, um anderen zu helfen…

  Am Schluss des 10. anuvāka gibt der Suchende sein ganzes Sein ins yajña und erlangt den Zustand von „keine-Wünsche-keine-Bedürfnisse“ und erkennt dann sich selbst, was das Selbst der ganzen Schöpfung ist. Der Suchende identifiziert sich mit allen Wesen/Körpern in der Schöpfung und mit dem Schöpfer.

  Im 11. anuvāka, bedeutet … „cha me“… „bin ich auch“. Der Suchende erklärt jetzt: „der Eine bin ich auch“ (das Höchste Wesen), „die 3 bin ich auch“ (3 Ebenen der Schöfung)…

Auszüge aus dem Buch „Rudra Tattva“ von Maunish Vyas.

 

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► Rudra Tattva

 

Rudra Tattva

 

Das von Maunish Vyas verfasste Buch ‘Rudra Tattva’ wurde am Montag, 19. Juli 2010, von Bhagavān Sri Sathya Sai Baba gesegnet; er gab  sofort seine Einwilligung, es zu publizieren und in möglichst viele Sprachen zu übersetzen.

 

In diesem Buch wird die innere Bedeutung jeder Strophe des Sri Rudram mitsamt seiner allumfassenden Bedeutung aufgezeigt. Ausserdem enthält es die Wort-für-Wort-Bedeutung und die umfassende Bedeutung von Gaṇapati Prārthanā und Śhiva Saṅkalpa Upaniṣhad.

 

 

Das Rudra-Tattva-e-Buch (PDF in Französisch) können Sie hier herunterladen. Die Verse in römischer Schrift im e-Buch sind im RCCS-Format (Kodierung in farbiger römischer Schrift) mit udātta (aufsteigende Note) und anudātta (absteigende Note) svaras genau gekennzeichnet.

 

Ein e-Büchlein im Taschenformat mit Versen im RCCS-Format und den inneren Bedeutungen in deutscher Sprache, Sri Rudram und seine innere Bedeutung nach dem Buch Rudra Tattva von Maunish Vyas, kann hier heruntergeladen werden.

 

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